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Maurers schädliche Nebelpetarden |
Der jüngst publizierte Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) wirft dem Bundesrat bedenkliche Führungsdefizite bei der Bewältigung der Finanz- und der UBS-Krise vor. Die Vorwürfe richten sich insbesondere an Bundesrat Merz, der seine Kolleginnen und Kollegen nicht vollständig und rechtzeitig informiert hatte. Das Vertrauen in die jeweils anderen Mitglieder scheint derart angenagt zu sein, dass die Bundesratsmitglieder sich gegenseitig wichtige Informationen vorenthalten. Das führt zu einem isolierten Arbeiten der einzelnen Departemente und dazu, dass der Bundesrat als Gesamtgremium in wichtigen Dossiers seine Verantwortung nicht wahrnehmen kann, was für unser Land über kurz oder lang verheerend sein kann. |
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Kleine Freiwilligenmiliz statt Massenheer |
Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks von 1989/90 gestalteten die meisten Länder Europas ihre Sicherheitspolitik neu. Die Ausrichtung auf die neuen Risiken einer globalisierten Welt führten zu einem tiefgreifenden Strukturwandel: Viele Länder bauten ihre Wehrpflichtarmee um zur Freiwilligenarmee; und die Aufgaben und Ziele wurden an die neue Bedrohungslage angepasst. Das hat die Schweiz verpasst – und rekrutiert nach wie vor ein sinnloses und unfinanzierbares Massenheer. |
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Die Schweiz im Banne der Euro-Krise |
Um in der beschleunigten globalisierten Weltwirtschaft gegenüber der asiatischen und der US-Konkurrenz mithalten zu können, vertieften die EU-Staaten ab Mitte der 90er Jahre ihre gemeinsame Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik. Für alle wahrnehmbarer Ausdruck davon war die Schaffung des Euro, mit dem heute in den meisten EU-Staaten bezahlt wird. So wollten die nach den Massstäben der Weltwirtschaft kleinen europäischen Länder die Nachteile, die ihnen durch ihre vielen Einzelwährungen beim wichtigen internationalen Handel von Gütern und Dienstleistungen entstanden, aber auch die Währungsspekulation zurückdrängen. Die einheitliche Währung war gegen innen wie gegen aussen notwendig, damit Europa angesichts der grossen internationalen Konkurrenz wirtschaftlich langfristig mithalten kann. |
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Die Wut in Mut wandeln - und mit Infrastruktur, Bildung und Umweltschutz die Arbeitswelt stärken |
Der Gewerkschaftsbund hat zum diesjährigen 1. Mai das Motto «Arbeit, Lohn und Rente statt Profit und Gier» herausgegeben. Wenn damit gemeint ist, dass die Gesellschaft eine dringende Korrektur im Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit braucht, dass wir die schamlose Selbstbereicherung einiger Weniger und die kurzsichtige Gewinnmaximierung nicht länger dulden wollen, ist das Motto gut gewählt. Denn die einseitige Bevorzugung der Kapitalinteressen hat in den letzten Jahren die Wirtschafts- und Arbeitswelt buchstäblich aus der Bahn geworfen. |
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Langfristige Orientierung gibt es nur mit Kompass |
Im Zeitalter der Beliebigkeit und der totalen inhaltlichen Flexibilität wirkt die Erarbeitung eines neuen Parteiprogramms mit einer Perspektive für die nächsten 20 Jahre auf den ersten Blick anachronistisch. Warum sich festlegen? Warum weiter in die Zukunft schauen als bis zum nächsten Wahltermin? Erfolgreich sind derzeit doch oft gerade jene Parteien, die ihre Haltungen und Schwerpunkte nach dem Wind richten, sich den aktuellen Meinungsumfragen anpassen oder Sündenböcke verhöhnen. Warum sich also nicht nur mediengerecht aufs kurzfristig Aktuelle konzentrieren? Weil langfristig nur erfolgreich gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben kann, wer einen gestellten Kompass hat, wer Grundwerte vertritt, die über den Tag hinausreichen. |
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Jetzt können Sie mitbestimmen! |
Plakate, Inserate und Flugblätter kündigen an, dass in einer Woche Regierung und Parlament des Kantons Bern neu gewählt werden. Während sich an nationalen und kommunalen Wahlen fast die Hälfte der Bevölkerung beteiligt, leiden kantonale Wahlen seit vielen Jahren unter einer extrem tiefen Wahlbeteiligung von nur rund 30 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig: Nationale Wahlen bieten über Monate Spektakel und Fernsehpräsenz; Wahlen in den Dörfern und Städten profitieren zumindest vom Bonus der Nähe. Beides fehlt bei Kantonswahlen. Sie seien langweilig, man kenne die meisten Kandidierenden nicht – und überhaupt, mit dem eigenen Alltag habe diese Ebene kaum zu tun, meinen viele. Und bleiben der Urne fern. |
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Mehr Innovation wagen statt verstaubte Mythen pflegen |
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Nationalstolz und nationale Identität werden immer von Mythen geprägt. Die schweizerischen Mythen wurden in den letzten Jahrzehnten kaum hinterfragt – und wer das trotzdem tat, galt rasch als Nestbeschmutzer. Zum angeblichen „Sonderfall Schweiz“ gehörten unter anderem die vollkommene Neutralität, die absolute Unabhängigkeit vom Ausland und das totale Bankgeheimnis. |
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Sicher mit Mass: Ja zum Gegenvorschlag am 7. März 2010 |
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Benjamin Franklin sagte einmal prägnant: „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“ Freiheit und Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden – vielmehr müssen wir immer darauf achten, dass sich beide die Waage halten. Das ist in Zeiten von grossem öffentlichen Alarmismus manchmal schwierig, weil gerade nach krassen Ausschreitungen oder Extremereignissen rasch einfache Lösungen gefordert werden – nicht selten solche, die wenig oder nichts bringen, ausser, dass sie die Freiheit unnötig einschränken und viel Geld kosten. |
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Im totalen Chaos hilft nur internationale Solidarität |
Haiti liegt am Boden. Die Menschen stehen unter Schock, trauern verlorenen Liebsten nach, haben Hunger und Durst. Im mehr oder weniger staatenlosen Chaos ist selbst die Hilfeleistung durch die internationale Gemeinschaft eine enorme Herausforderung. Geld und Hilfspakete allein sind noch lange keine Garantie, dass es den Menschen im Inselstaat besser geht, nicht einmal kurzfristig. Denn vieles gelangt weniger schnell als nötig zu den Betroffenen. Das hat viele Gründe. Der Hafen der Hauptstadt ist zerstört, der Flughafen überlastet, die Strassen voll von Trümmern. So wird vieles, was anderswo einfach scheint, schier zur Unmöglichkeit. Erschwerend kommt die brüchige Sicherheitslage dazu, in einem Land, in dem der Staat nicht viel zu sagen hat und die Menschen, hungrig und verzweifelt, wenig zu verlieren. |
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Zugegeben: In den meisten anderen europäischen Ländern wäre die Abstimmung über die Minarett-Initiative wahrscheinlich gleich ausgefallen wie bei uns in der Schweiz. Unser Volks-Entscheid wird dadurch aber nicht besser. Er zeigt eine grosse Verunsicherung und mangelndes Selbstvertrauen vieler Menschen in Europa gegenüber den Folgen der Globalisierung, gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Die Mehrheit der Stimmenden hat all jene Werte mit Füssen getreten, durch die unser Land stark und reich wurde: Ausgewogenheit, das Einbinden von Minderheiten, die Neutralität, die Glaubens- und Religionsfreiheit, die liberale Grundhaltung gegenüber religiösen und weltanschaulichen Symbolen, die Wahrung der Menschenrechte und vieles mehr. Und vor allem kommt zum Ausdruck, dass wir offenbar nicht mehr an die Überzeugungskraft unserer Lebensart und unserer Werte glauben, sondern zur Kapitulationserklärung des Verbots greifen. |
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Restriktive Kriegsmaterialexportpraxis: Auf Worte müssen Taten folgen |
Nach 1972 und 1997 blieb leider auch die jüngste Initiative für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten chancenlos. Die Ausgangslage für die Waffenexport-Verbotsinitiative war schwierig. In einer Wirtschaftskrise für eine Initiative zu kämpfen, deren Annahme einen Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt bedeutet hätte, ist wenig erfolgsversprechend. Angesichts dessen und angesichts des Erfolgs der Minarett-Initiative, die eher die Gegnerschaft von Exportverboten mobilisiert haben dürfte, ist das Resultat mit gut 30 Prozent Ja-Stimmen respektabel. |
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„Die wollen das doch gar nicht“, höre ich viele Leute in der Debatte ums Stimmrecht 16 sagen. Oder: „Die sind doch mit 16 Jahren noch gar nicht reif, um politisch mitzuentscheiden“. Dem halte ich entgegen: In anderen Bereichen als der Politik muten wir den Jungen viel Verantwortung zu und fordern hohe Leistungsbereitschaft sowie strenge Disziplin ein. Das ist alles richtig. Aber dann ist es ebenso richtig, die junge Generation in die politische Verantwortung einzubinden und sie aktiv mitentscheiden zu lassen. Denn: Nur wer gefragt wird, sucht nach einer Antwort. Nur wer angesprochen wird, fühlt sich auch betroffen. Nur wer erkennt, was die Politik mit seinem eigenen Lebensalltag zu tun hat, engagiert sich. |
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Damaskus, Aleppo, Kairo oder Amman – schon oft streifte ich durch Städte, deren Silhouette von Minaretten geprägt ist, nicht selten auch von nebeneinander stehenden Minaretten und Kirchtürmen. Es sind Reiseerinnerungen, die in der Debatte um die Anti-Minarett-Initiative wieder wach werden. Die Initiative von SVP und evangelikalen Fundamentalisten ist brandgefährlich, brandgefährlich vor allem für die Eckpfeiler unserer Demokratie, etwa die Religionsfreiheit. Ein Bauverbot für Minarette würde die Religionsfreiheit in diskriminierender Weise einschränken, da einzig die Musliminnen und Muslime in der Schweiz davon betroffen wären. Alle anderen Religionsgemeinschaften könnten ihre Bauten dagegen weiter errichten. Wie alle Bauten sind auch Minarette bewilligungspflichtig. Die Bau- und Zonenordnungen sorgen dafür, dass Türme aller Art nur im Rahmen der öffentlichen Ordnung erstellt werden. Das gilt auch für die Minarette. |
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JA zur Volksinitiative "Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten" |
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Letztes Jahr erlebten wir ein Rekordjahr – leider nicht bei der Armutsbekämpfung oder der Friedenförderung, sondern bei den Kriegsmaterialexporten. Kriegsmaterial im Wert von 722 Millionen Franken hat die Schweiz exportiert. Dies entspricht einer Zunahme um 55,4% gegenüber dem Vorjahr. Die Schweiz macht also kräftig mit bei der weltweiten Aufrüstung. Dies nicht genug: Wertmässig am meisten Kriegsmaterial führte die Schweiz nach Pakistan aus, wahrlich nicht gerade ein Hort der Stabilität. Wenn wir die lange Liste der Endempfängerstaaten unseres Kriegsmaterials durchgehen – 72 sind es an der Zahl – müssen wir davon ausgehen, dass Schweizer Waffen weltweit auch in blutigen Konflikten zum Einsatz kommen und kaum in der Ecke stehen bleiben, sondern direkt oder indirekt Menschen töten. Die Schweiz baut auf einer grossen humanitären Tradition auf. Unseren guten Ruf in diesem Zusammenhang gefährden wir jedoch langfristig immer wieder mit fragwürdigen Kriegsmaterialausfuhren in konfliktreiche Regionen wie Pakistan oder den Nahen Osten. |
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Autofreie Visitenkarte für die Hauptstadtregion |
Selbstbewusst traten Stadt und Kanton Bern unlängst vor die Medien und propagierten die Hauptstadtregion Schweiz. Sie skizzierten das Profil einer eigenständigen, kantonsübergreifenden Grossregion mit der Stadt Bern als politischem Zentrum der Schweiz und wichtigstem Standort der grossen Service-Public-Unternehmen und öffentlich-rechtlichen Anstalten. Sie sprachen von der Brückenfunktion zwischen Wirtschaft und Verwaltung und der Sicherung des Zusammenhaltes des Landes. Hätte Sie mehr Zeit gehabt, sie hätten bestimmt auch den Bahnhof Bern erwähnt, nach Zürich der zweitgrösste Knoten im schweizerischen Eisenbahnnetz. Für Bern ist der Bahnhof nicht nur ein Knotenpunkt, sondern das Tor zur Hauptstadt und damit die Visitenkarte einer Grossregion mit Potenzial. |
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Die Piraten am Horn von Afrika sind keine Robin Hoods der Neuzeit. Sie sind Zahnräder im Uhrwerk der organisierten Kriminalität. Ihre Anführer sind durch Waffenschmuggel und Menschenhandel gross geworden und haben vor einiger Zeit die Piraterie als lukrative Geldquelle entdeckt. Leidtragende dieser Situation ist die geschundene somalische Zivilbevölkerung, welche ohne jegliche wirtschaftliche und politische Perspektive in äusserst prekären Verhältnissen lebt. |
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Die fetten Jahre sind vorbei... |
…vor allem für die junge Generation: 4.6% Jugendarbeitslosigkeit zeigt das seco-Barometer aktuell an. Das sind fast drei Viertel mehr als im Vorjahr, und ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht. Wir, die Generation der 20- bis 35-Jährigen, sind Krisenkinder: Geprägt haben uns Umweltkrise, Mauerfall, Globalisierungskrise, Lehrstellenkrise, 11. September, Klimakrise, Finanzkrise. |
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Sommerreise durch Georgien |
Meine Sommerreise führt mich dieses Jahr durch ein Land im Umbruch, das letzten August mit Kriegsbildern von russischen und georgischen Panzern, zerstörten Brücken und Wohnhäusern durch die Medien geisterte – durch Georgien. Der Krieg war zum Glück von kurzer Dauer, die EU-Verhandlungen einigermassen erfolgreich, und auf die Kriegshandlungen folgte wieder eine Art kalter Krieg. Heute kann das Land wieder individuell bereist werden, die Leute empfangen uns neugierig und mit unübertrefflicher Gastfreundschaft. Die Suche nach Antworten darauf, wohin Georgien genau aufbrechen wird, erweist sich als wesentlich schwieriger als die Reise durch dieses wunderschöne Land. |
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Iran-Politik der Schweiz: Weshalb schweigt der Bundesrat? |
Die Bilder der blutigen Auseinandersetzungen in den Strassen Teherans und anderen Städten wühlen auf und machen traurig. Die erschreckende Gewalt und Brutalität der Sicherheitskräfte sind erschütternd und erzeugen ein Gefühl der Ohnmacht. Gleichzeitig ist es praktisch unmöglich, die Nachrichten und Bilder, welche zu uns vordringen, aus der Ferne auf Objektivität zu überprüfen. Die Quellen sind meist unbekannt, die Amateuraufnahmen unscharf und verwackelt. Verbreitet werden sie über Facebook, Youtube, Flickr und andere Internetplattformen. Wir wissen nicht, wie selektiv die Bilder sind und müssen aufpassen, dass wir nicht nur das sehen, was wir sehen wollen. Das Kräfteziehen im Iran ist auch ein Medien- und Bilderkrieg, den beide Seiten alimentieren und der mit den neuen Kommunikationsplattformen im Internet eine ungekannte Reichweite hat. Fakt ist, dass wir nicht wirklich wissen, was Fakt ist im Iran – weder bezüglich der Wahlmanipulationen und des effektiven Wahlausgangs, noch bezüglich des Ausmasses der Demonstrationen oder der Stärke der Opposition. |
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«Anpacken statt jammern» war während meiner Kindheit und Jugend ein Wahlslogan der damals stolzen und starken FDP. Heute ist die FDP in Sachen Jammern ganz dick im Geschäft. Landauf landab ist ein Wehklagen über den im September möglicherweise verloren gehenden zweiten Bundesratssitz zu vernehmen. Auch scheut die FDP sich nicht, die für den Zusammenhalt unseres mehrsprachigen Landes so brandgefährliche Frage darüber, wer ein echter Vertreter oder eine echte Vertreterin der Romandie sei, loszutreten. Parteipolitik steht offensichtlich vor dem Verantwortungsbewusstsein für den Zusammenhalt unseres Landes. Statt aufs Jammern würde sich die FDP besser aufs Anpacken besinnen. Will die Partei im Herbst ihren zweiten Sitz halten, dann tut sie gut daran, sich selbstbewusst als Reformpartei in Erinnerung zu rufen. Denn anzupacken gibt es angesichts der riesigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise oder dem drohenden Klimawandel einiges. |
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Votum in der Strafrechtsdebatte |
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Der undifferenzierte Schrei nach immer mehr Härte ist derzeit ein populärer Trend und er ist einfach. Zu einfach um den komplexen Problemen gerecht zu werden, denen wir gegenüberstehen. Klar ist aber auch: Im Strafrecht, bei der Gewaltprävention und beim Opferschutz herrscht Handlungsbedarf. |
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Interpellation "Friedensunterstützende Operationen der Armee" |
Der Bundesrat setzte der Armee im Leitbild vom 24. Oktober 2001 das Ziel, sich mit einem Verband in Bataillonsstärke oder alternativ zwei verstärkten Einheiten gleichzeitig an einer friedensunterstützenden Operation (PSO) zu beteiligen. Am 8. September 2004 konkretisierte der Bundesrat, dass er die Kapazitäten für PSO-Einsätze auf die Bereitschaft für Einsätze von 500 Armeeangehörigen zu erweitern gedenkt. In seiner Botschaft vom 31. Mai 2006 bekräftigte der Bundesrat, dass "die personelle Durchhaltefähigkeit für eine ungefähre Verdoppelung des bisherigen Beitrages schrittweise bis 2008 geschaffen werden soll". Ähnliche Entscheide fällte er am 5. Juli 2006 und 30. Mai 2007. |
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Interpellation "Frauen, Frieden und Sicherheit: Umsetzung der UNO-Sicherheitsrats-Resolution 1325" |
Der UNO-Sicherheitsrat ging im Jahre 2000 in einer wegweisenden Resolution 1325 auf die bedeutende Rolle der Geschlechterperspektive in allen Bereichen der Friedenspolitik ein und forderte, diese in sämtlichen konkreten Massnahmen zur Friedensförderung zu berücksichtigen. Zwecks Umsetzung in der Schweiz beauftragte die interdepartementale Kerngruppe Frieden eine Arbeitsgruppe, einen Nationalen Aktionsplan (NAP) zu erarbeiten. Dieser benennt Ziele und grundsätzliche Aktionslinien und enthält für die Jahre 2007–2009 einen Massnahmenkatalog. Der Bundesrat nahm davon am 31. Januar 2007 Kenntnis. |
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1989 – 2009: In der Schweiz ist nur die halbe Mauer gefallen |
Vor 20 Jahren spitzte sich in den damals kommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas eine dramatische Entwicklung zu: Ungarn entfernte am 2. Mai 1989 den Zaun an der Grenze zu Österreich. Damit wurde ein Loch in den so genannten Eisernen Vorhang gerissen, der Europa während des Kalten Krieges 40 Jahre lang in zwei Hälften geteilt hatte. Bald darauf wurde die neue löchrige Grenze zum Fluchttor für viele DDR-Bürgerinnen und –Bürger, die in Scharen über Ungarn aus ihrem Land flüchteten. Zusammen mit anwachsenden wochenlangen Massenprotesten gehörte dies zu den Hauptursachen des berühmten Falls der Berliner Mauer am 9. November. Wie wir heute wissen, bedeutete der Mauerfall eine epochale Wende mit radikalen Folgen für die ganze Welt, auch für die Schweiz. |
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Motion "Verbot von Killerspielen" |
Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine gesetzliche Grundlage vorzulegen, die es erlaubt, die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen zu verbieten, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen. |
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Motion "Weiterbeschäftigung für Lernende in bundesnahen Betrieben" |
Der Bundesrat wird aufgefordert, durch Anpassung der strategischen Ziele und weiterer Führungsinstrumente darauf hinzuwirken, dass Jugendliche nach Abschluss der Lehre in den bundesnahen Betrieben (Post, SBB, Swisscom, Skyguide, SRG, Ruag) der jeweiligen Situation entsprechend angemessen befristet weiterbeschäftigt werden und in diesem Zeitraum bei der Suche nach einer Festanstellung unterstützt werden. Diese Anstellungen dürfen nicht zu Lasten des bisherigen Lehrstellenplanes erfolgen. Wo vorhanden wird der Bundesvertretung im jeweiligen Verwaltungsrat der Auftrag erteilt, die Umsetzung dieser Massnahme wirkungsvoll zu unterstützen. |
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Mehr Selbstbewusstsein und Reformwille statt Selbstmitleid |
Ein Aufschrei ging durchs Land. Die kollektive Empörung ebbte in den letzten Wochen nicht mehr ab, über die OECD, die G-20 oder den deutschen Finanzminister. Die teilweise hysterisch geführte Debatte verstellte dabei weitgehend den Blick auf die wesentlichen Fragen und wirklichen Probleme. Aus der Vergangenheit kennen wir dieses Muster nur zu gut: Wenn unser Land von aussen kritisiert wird, sind die Reaktionen kopflos und überhastet, und sofort beginnt der Streit darüber, ob die Kritik nicht zu dreist, zu laut, zu frech dahergekommen sei. Meist wird vor allem über die Form der Kritik geklagt – so erscheint deren Inhalt zweitrangig und kann verdrängt werden. So war es zum Beispiel auch Ende der 90er Jahre in der Diskussion um jüdische Vermögen auf Schweizer Banken. Viele fanden damals, die Schweiz werde ungerecht behandelt – dabei ging es um moralisch höchst fragwürdiges Verhalten gewisser Schweizer Banken. |
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Radikale Verlierer schiessen um sich |
„Winnenden kann überall sein, auch in unseren Städten und Dörfern“, sagte ich in der Waffendebatte des Nationalrates am Montag und meinte damit: Die Verfügbarkeit von Schusswaffen, seien es Armeewaffen oder andere, ist in der Schweiz enorm hoch. Rund 2.3 Millionen Feuerwaffen zählt das private Waffenarsenal – ein permanentes Sicherheitsrisiko. In Kombination mit anderen Faktoren wie den laschen Regeln über so genannte Killergames und gewaltdarstellende Videos kann das geradezu explosiv sein. |
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Schlusserklärung zur Transportpolizei |
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Die SP wird wie bereits in der Gesamtabstimmung vor einem Jahr das neue Bundesgesetz über die Sicherheitsorgane der öV-Transportunternehmungen ablehnen. Unsere Ablehnung ist nicht neu, sondern eine Fortschreibung unserer Politik, die bemüht ist um eine Lösung, welche effektiv zu einem sicheren und deshalb auch attraktiven öffentlichen Verkehr führt. |
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Motion Zusatzprotokoll zum UNO-Pakt für soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte ratifizieren |
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Der Bundesrat wird beauftragt, das Zusatzprotokoll zum UNO-Pakt für soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte möglichst rasch zu unterzeichnen und umgehend die Ratifizierung einzuleiten. |
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Votum für mehr Schutz vor Waffengewalt |
Der Amoklauf von Winnenden oder der Mord auf dem Volkiland-Parkplatz rütteln auf und lassen uns schaudern. Denn wir wissen: Winnenden und der Volkiland-Parkplatz können überall sein – auch bei uns in unseren Städten und Dörfern. Solche Vorfälle sind kein Alltäglichkeit, aber Einzelfälle sind es leider auch nicht. 300 Menschen sterben jährlich infolge eines Schusswaffenmissbrauchs. Alle lassen sich kaum je verhindern; die gewalt- und risikolose Gesellschaft gibt es nicht. Und trotzdem muss die Politik alles daran setzen, damit das Risiko, dass in Zukunft weitere solche Taten verübt werden, so klein wie möglich wird. |
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Fraktionsvotum zur Initiative für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten |
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Die Schweiz baut auf einer grossen humanitären Tradition auf. Die Schweiz ist eng verknüpft mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz; die Schweiz steht aber auch als Depositarstaat der Genfer Konventionen in besonderer Verantwortung. Neben den formellen Aufgaben des Depositars setzt sich die Schweiz dafür ein, dass das humanitäre Völkerrecht in konkreten Konfliktsituationen respektiert wird. Unseren guten Ruf in diesem Zusammenhang gefährden wir jedoch langfristig immer wieder mit fragwürdigen Kriegsmaterialausfuhren. |
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Fraktionsvotum zum Aussenwirtschaftsbericht 2008 |
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Zuerst möchte ich im Namen der SP für die über weite Strecke ausführliche Berichterstattung im Aussenwirtschaftsbericht 2008 danken. Er gibt einen interessanten Überblick über die wirtschaftspolitischen Verflechtungen unseres Landes. In krasser Eindrücklichkeit zeigt uns derzeit die Finanzmarktkrise, wie verflochten die globale Weltwirtschaft heute ist. Wenn wir uns die turbulenten Ereignisse dieser Wochen und Monate noch einmal vor Auge führen, wird klar, wie eng die Aussenwirtschaftspolitik und die Aussenpolitik miteinander verflochten sind und wie wichtig es deshalb ist, beide Politikfelder optimal zu koordinieren. |
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Abkehr von der Masslosigkeit |
Dieser Tage geistert eine Besorgnis erregende Meldung durch die Medien: Der Klimawandel ist in den Jahren 2000 bis 2007 weitaus schneller vorangeschritten als bisher prognostiziert. Die CO2-Emissionen sind durchschnittlich um 3,5 Prozent pro Jahr gestiegen. Das ist dreimal so schnell wie in den Jahren 1990 bis 1999, sagen Forscher des Weltklimarates IPCC. Dies hat viel mit einem anderen Thema zu tun, das derzeit die Schlagzeilen dominiert: mit der Finanzmarktkrise und ihren Folgen. Beide Übel haben denselben Ursprung: Gier und Masslosigkeit. Auf der einen Seite die masslose Verschwendung endlicher Ressourcen wie etwa Erdöl zur Deckung unserer grenzenlosen Gier nach Luxus und Mobilität. Auf der anderen Seite die Gier von Aktionären, Anlegern und Bankern nach masslosen Gewinnen auf Kosten der Allgemeinheit. |
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Die Zeit der europapolitischen Tabus beenden |
Das klare Ja zur Personenfreizügigkeit liess weitherum aufatmen und Erleichterung machte sich breit. Erleichterung über den unmissverständlichen Volksauftrag zur Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit; Erleichterung aber auch darüber, dass selbst in der Krise und trotz der rabenschwarzen Angstmache der Intellekt über die Emotion gesiegt hat, die Vernunft über die Irrationalität der meisten gegnerischen Argumente. |
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Wer zu spät kommt, den bestraft die Zukunft |
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Vor 20 Jahren krachten die staatsgläubigen kommunistischen Regimes in Osteuropa in sich zusammen. Ihre Allmachtsphantasien und realitätsfernen Dogmen erwiesen sich als Seifenblasen der Geschichte. Seit einigen Monaten stürzt ein anderes Dogma von seinen tönernen Füssen: jenes der selbst heilenden Kräfte unregulierter Märkte. Täglich wird uns das reale Versagen vieler unlängst noch selbstgefälliger Marktakteure wie Banken, Finanzinstitute oder der Automobilbranche vor Augen geführt. Zu wenige Regeln sind für die Volkswirtschaft ganz offensichtlich ebenso schädlich wie zu viele Regeln. Die Wut auf die verantwortungslosen und selbstsüchtigen Abzocker der letzten Jahrzehnte ist riesig. Auch meine Wut. Nur bringt uns Wut nicht weiter. |
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Jobchancen dank Bildungsoffensive und Personenfreizügigkeit |
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Die Personenfreizügigkeit steht unter anderem auch für Bildungsfreiheit, Jobchancen und bessere Zukunftsperspektiven. Rund 400‘000 Schweizerinnen und Schweizer studieren, arbeiten oder wohnen in der EU. |
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Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht? |
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Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks von 1989/90 gestalteten die meisten Länder Europas ihre Sicherheitspolitik neu. Die Ausrichtung auf die neuen Risiken einer globalisierten Welt führten zu einem tiefgreifenden Strukturwandel: Viele Länder bauten ihre Wehrpflichtarmee um zur Freiwilligenarmee |
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Armee in der Krise: Jetzt braucht es grundlegende Reformen |
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Die Krise der Armee liegt tiefer als öffentlich diskutierte Probleme um die Logistik, die Führungsschwäche und die Affäre Nef. Bedrohungsanalyse und Auftrag der Armee sind unscharf geworden, weil der Bundesrat aus falscher politischer Rücksichtnahme weiterhin rückwärtsgewandte, an einem veralteten Bedrohungsbild orientierte Landesverteidigungsmodelle bedient. |
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Energieforschung: der Boden unserer Energiezukunft |
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Erneuerbar statt atomar. Das darf kein Schlagwort bleiben. Wenn wir die dringend notwendige Energiewende voranbringen wollen, brauchen wir heute nicht nur die entsprechenden politischen Weichenstellungen, sondern auch qualitativ hochstehende Forschungsgrundlagen. |
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Votum anlässlich der dringlichen Armeedebatte im Nationalrat |
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Die Schweiz hat eine Armee, die sich schwer tut mit der neuen Welt: Das Ende des Kalten Krieges, der fortschreitende Klimawandel, zerfallende Staaten, sich global ausbreitende organisierte Kriminalität und Terrorismus – dies alles sind neue Herausforderungen, für welche die Armee andere als die bisher gängigen Lösungsstrategien braucht. |
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Votum zum Bericht über das Verhältnis der Schweiz zur UNO und zu den internationalen Organisationen |
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Die UNO ist dank ihres globalen Charakters und ihrer Vielfalt an Instrumenten und spezialisierten Agenturen ideal positioniert, um wesentliche Beiträge gegen den Klimawandel zu leisten. Und zwar in der ganzen Bandbreite von Bereichen, die vom Klimawandel betroffen sind. |
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Votum zum Controlling-Bericht |
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Zuerst möchte ich danken für den vorliegenden Bericht, der es uns die Gelegenheit gibt, heute über den Status Quo der Armee zu diskutieren – aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen und Monate ist dies aktuell und dringend nötig. |
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Eintretensvotum zum Rüstungsprogramm 08 |
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Die SP will auf das Rüstungsprogramm eintreten - nicht weil wir mit dem vollen Programm zufrieden wären, sondern weil wir Punkt für Punkt eine sachliche Diskussion führen wollen. |
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Votum zur Parl. Initiative „Aktives Stimmrechtsalter 16“ |
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„Sie wollen das doch gar nicht“, höre ich in der Debatte ums Stimmrecht 16 von älteren Leuten immer wieder. Oder: „Die sind doch mit 16 noch nicht reif, um politisch mitzuentscheiden“. |
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Votum zum Beitritt zur Aussengrenzagentur FRONTEX |
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Die SP-Fraktion ist für Eintreten auf die Vorlage. In der Vernehmlassung waren wir die einzige Partei, die kritische Fragen gestellt hatte. Aber wir sind nicht zu haben für eine Fundamentalopposition, denn das bringt wenig. |
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Motion "Gesetzeslücke gegen Waffenschieberei schliessen" |
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Der Bundesrat wird eingeladen, die Voraussetzungen für die Begründung einer Bewilligungspflicht gemäss Kriegsmaterialgesetz für die Vermittlung von Kriegsmaterial anzupassen. Diese soll neu nicht nur gestützt auf das Territorialitätsprinzip, sondern auch nach dem Nationalitätsprinzip begründet werden können. |
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Steigende Heizölpreise: Massnahmen zur Milderung der Belastung der Mietenden |
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Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu prüfen, um die Belastung der Mietenden durch die stark gestiegenen Heizölpreise zu mildern. |
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Fraktionsvotum zum Eintreten auf die Revision des Zivildienstgesetzes, 11. Juni 2008 |
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Heute nehmen wir mit der Abschaffung der Gewissensprüfung im Zulassungsverfahren zum Zivildienst einen längst fälligen Schritt. Gerne würde die SP in diesem Rahmen über mehr als nur eine Mini-Revision sprechen. Ebenfalls längst fällig wäre etwa eine ernsthafte Diskussion über die Zukunft der Wehrpflicht und mögliche alternative Rekrutierungsmodelle. |
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Kommentar zur Kürzung der Wohnbauförderung: Ein Bärendienst |
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Die Mietkosten sind in den Haushaltsbudgets der weitaus grösste Posten. Immer öfters sehen sich aber Mietende mit Wohnkosten konfrontiert, die sie im Verhältnis zum Einkommen zu stark belasten. Mieten sollen nicht zur Armutsfalle werden. |
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Fraktionsvotum zum Eintreten auf die Revision der Militärgesetzgebung, 2. Juni 2008 |
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Die Revision der Militärgesetzgebung nimmt unter anderem ein zentrales Tätigkeitsgebiet der Schweizer Armee in den Fokus – das Auslandengagement. Auch wenn wir heute nicht über konkrete Einsätze befinden, so definieren wir doch gewisse Rahmenbedingungen dafür. Knacknuss der Vorlage sind sicher die Ausbildungsdienste im Ausland. |
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Votum zur Legislaturplanung, Teil 2, Road Pricing, 3. Juni 2008 |
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Besonders umstrittenes Anliegen in diesem 2. Abschnitt ist der Vorschlag, die Voraussetzungen für Versuche mit «Road Pricing» in städtischen Gebieten zu schaffen. Gerne möchte ich dazu ein paar Worte sagen und Sie nicht zuletzt auffordern, den Punkt 28 in der Legislaturplanung zu belassen und damit der Minderheit Heim und dem Bundesrat zu folgen. |
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Votum zum Eintreten auf die Vorlage zur Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit |
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Wir diskutieren heute über ein klassisches Zukunftsgeschäft. Der Ausgang der heutigen Abstimmungen hier im Bundeshaus, vor allem aber der weitere Verlauf an der Urne werden die Schweiz geradezu schicksalshaft prägen: |
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Fragestunde vom 17. März 2008: Rückgabe widerrechtlich entwendeter Munition |
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Mit Brief vom 3.1.08 haben die Armeeangehörigen vom Führungsstab der Armee den Befehl erhalten, die Taschenmunition zurückzugeben. Im Brief wird darauf hingewiesen, dass auch weitere Ordonnanzmunition zurückgegeben werden kann. „Allfällige (disziplinar)strafrechtliche Folgen bleiben vorbehalten“, heisst es. |
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Kein Wachtdienst mit durchgeladener Waffe |
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Der Bundesrat wird aufgefordert sicherzustellen, dass der Wachtdienst der Schweizer Armee in der Regel mit nicht durchgeladener Waffe durchgeführt wird und die Verhältnismässigkeit und der Schutz vor Waffengewalt namentlich in Wohngebieten strikte gewahrt bleibt. |
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Bahnreform 2: Debatte zur Bahnpolizei, 10./11. März 2008 |
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Mit der Bahnreform 2 wird unter anderem eine gesetzliche Grundlage für die Bahnpolizei geschaffen. Die Sicherheit im öffentlichen Verkehr liegt Evi Allemann sehr am Herzen, denn nur ein sicherer öffentlicher Verkehr ist auch ein attraktiver öffentlicher Verkehr - tagsüber wie nachts. |
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Eintreten der SP-Fraktion auf die Vorlage zur Verlängerung des Swisscoy-Einsatzes, 5. März 2008 |
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Die Swisscoy-Diskussion ist durch die Ereignisse der letzten Wochen in unmittelbare Nähe der Anerkennungsfrage gerückt. Die SP-Fraktion begrüsst den Anerkennungsentscheid des Bundesrates. Die neue Situation lässt die Hoffnung aufkommen, dass sich der Kosovo nach der Klärung der Statusfrage, die in den letzten Jahren jede weitere Entwicklung blockiert hat, nun mit aller Kraft und internationaler Unterstützung um die Zukunft des Landes zu kümmern beginnt. |
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Fraktionsvotum zum Aussenpolitischen Bericht 2007, 4. März 2008 |
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Den neuen Ansatz der regelmässigen jährlichen aussenpolitischen Berichterstattung begrüsse ich sehr. Einerseits, weil dies eine Reflexion der eigenen Tätigkeiten fördert und der Kohärenz der verschiedenen Handlungsfelder dient; andererseits, weil die Aussenpolitik auch für die Schweiz immer wichtiger wird und auch immer stärker auf die Innenpolitik Einfluss nimmt. |
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Fraktionsvotum zum Aussenwirtschaftsbericht 2007, 3. März 2008 |
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Die Aussenwirtschaftspolitik ist im Zeitalter der Globalisierung ein Themenfeld von allergrösster Bedeutung. Die Schweiz hat ein virulentes Interesse an offenen Märkten und an der Schaffung eines internationalen Regelwerks, das den Marktzugang absichert. |
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Fragestunde vom 10. März 2008: PC-9-Lieferung in den Tschad |
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Im Januar wurde der Fall eines nach Tschad gelieferten Trainingsflugzeugs des Typs PC-9 publik, welches im Tschad bewaffnet und für Kampfhandlungen eingesetzt wurde. Der Bundesrat hat darauf das EVD und das EDA beauftragt, Abklärungen zu möglichen Sanktionen zu treffen und eine Anpassung der Bewilligungskriterien für die Ausfuhr von militärischen Trainingsflugzeugen zu prüfen. |
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Unabhängigkeitserklärung von Kosovo: Stellungnahme der SP Schweiz |
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„Die politischen Realitäten im Kosovo lassen der Schweiz keine andere Wahl: Die Schweiz wird den Kosovo – zusammen mit ihren politischen Partnern aus der EU – formell anerkennen, die Frage ist nur wann“, erklärt Nationalrätin Evi Allemann. Nach Ansicht der SP soll die Schweiz den Staat Kosovo im Gleichschritt mit der EU anerkennen. |
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Die Entwicklungen im Kosovo betreffen uns in der Schweiz ganz direkt |
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Rund 10 % aller Kosovo-Albanerinnen und -Albaner leben bei uns in der Schweiz – das sind mehr als im Kosovo in der Hauptstadt Priština leben. Was auf dem westlichen Balkan und speziell im Kosovo geschieht, hat deshalb stets eine ganz direkte Rückwirkung auf die Situation bei uns in der Schweiz. |
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Fairer Handel ist Voraussetzung für eine friedlichere und gerechtere Welt |
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Die Weltwirtschaft wächst beeindruckend schnell, aber längst nicht alle profitieren davon. Die Hälfte der Weltbevölkerung verdient weniger als zwei Dollar pro Tag. Über 12 Millionen Menschen leben und arbeiten unter sklavenähnlichen Bedingungen. Und 200 Millionen Kinder arbeiten statt zur Schule zu gehen. Das muss sich ändern. |
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Votum anlässlich der Jugenddebatte im Nationalrat |
«Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation», meinte Aristoteles. Und Sokrates fügte an: «Die jungen Leute widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer.» Die Klagen über das Verhalten der Jugend und die Verdorbenheit der jungen Generation sind wohl so alt wie die Menschheit. |
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Votum zur Hanf-Initiative |
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Ich bin überzeugt, dass wir nur mit einer nüchternen Suchtpolitik ohne Kriminalisierung, dafür aber mit klaren Regeln und sinnvollen Schutzmassnahmen Schäden verhindern können. Ich unterstütze die Initiative, weil ich strenge Regeln statt Laisser faire will – und weil ich überzeugt bin, dass die heutige Cannabis-Politik mehr Probleme schafft als dass sie löst. |
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