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Sommerreise entlang der Ostsee |
Wer in Helsinki den Zug nimmt und knapp sechs Stunden später in St. Petersburg ankommt, steigt in einer ganz anderen Welt aus. Nach dem in vielerlei Hinsicht vorbildlichen Finnland erscheint der im Sowjetstil erbaute, immer noch am „Lenin-Platz“ gelegene, von lauten fliegenden Händlern bevölkerte Finnländische Bahnhof in St. Petersburg wie der Eingang zu einem anderen Universum: Bettelnde Omas kauern am Strassenrand, rücksichtslos rasende Autos jagen über die Kreuzungen und überall stösst der Blick zugleich auf extreme Armut einerseits und obszön zur Schau getragenen Reichtum andererseits. Auch die Miliz ist allgegenwärtig und will bald schon unsere Pässe sehen. Glück gehabt, wenn alles stimmt – nicht daran zu denken, wenn irgendeine Formalität nicht richtig erfüllt wäre. Im Willkürstaat Russland kann die kleinste Bagatelle zu grösstem Ärger mit den korrupten Behörden führen. In solchen Momenten begreift man erst richtig, was wir an den bei uns nicht selten geringschätzig betrachteten Werten „Menschenrechte“ und „Rechtssicherheit“ eigentlich haben. |
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Alter Zopf Wehrpflicht abschneiden |
Die Schweiz hat eine Armee, die sich mit der veränderten Welt schwer tut. Die beschleunigte Globalisierung, der fortschreitende Klimawandel mit all seinen Auswirkungen, zerfallende Staaten oder eine sich weltweit ausbreitende organisierte Kriminalität – all dies sind teilweise neue oder veränderte Gefahrenpotenziale, für welche es andere Lösungsstrategien als zu Zeiten des Kalten Krieges braucht. So gestalteten denn die meisten Staaten Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ihre Sicherheitspolitik neu. Die Aufgaben und Ziele wurden an die neue Bedrohungslage angepasst, die Armeebestände verkleinert und die Wehrpflichtarmeen zu Freiwilligenarmeen umgebaut. Das hat die Schweiz verpasst – und rekrutiert nach wie vor ein in dieser überrissenen Form sinnloses und unfinanzierbares Massenheer. |
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Maurers schädliche Nebelpetarden |
Der jüngst publizierte Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) wirft dem Bundesrat bedenkliche Führungsdefizite bei der Bewältigung der Finanz- und der UBS-Krise vor. Die Vorwürfe richten sich insbesondere an Bundesrat Merz, der seine Kolleginnen und Kollegen nicht vollständig und rechtzeitig informiert hatte. Das Vertrauen in die jeweils anderen Mitglieder scheint derart angenagt zu sein, dass die Bundesratsmitglieder sich gegenseitig wichtige Informationen vorenthalten. Das führt zu einem isolierten Arbeiten der einzelnen Departemente und dazu, dass der Bundesrat als Gesamtgremium in wichtigen Dossiers seine Verantwortung nicht wahrnehmen kann, was für unser Land über kurz oder lang verheerend sein kann. |
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Kleine Freiwilligenmiliz statt Massenheer |
Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks von 1989/90 gestalteten die meisten Länder Europas ihre Sicherheitspolitik neu. Die Ausrichtung auf die neuen Risiken einer globalisierten Welt führten zu einem tiefgreifenden Strukturwandel: Viele Länder bauten ihre Wehrpflichtarmee um zur Freiwilligenarmee; und die Aufgaben und Ziele wurden an die neue Bedrohungslage angepasst. Das hat die Schweiz verpasst – und rekrutiert nach wie vor ein sinnloses und unfinanzierbares Massenheer. |
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Die Schweiz im Banne der Euro-Krise |
Um in der beschleunigten globalisierten Weltwirtschaft gegenüber der asiatischen und der US-Konkurrenz mithalten zu können, vertieften die EU-Staaten ab Mitte der 90er Jahre ihre gemeinsame Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik. Für alle wahrnehmbarer Ausdruck davon war die Schaffung des Euro, mit dem heute in den meisten EU-Staaten bezahlt wird. So wollten die nach den Massstäben der Weltwirtschaft kleinen europäischen Länder die Nachteile, die ihnen durch ihre vielen Einzelwährungen beim wichtigen internationalen Handel von Gütern und Dienstleistungen entstanden, aber auch die Währungsspekulation zurückdrängen. Die einheitliche Währung war gegen innen wie gegen aussen notwendig, damit Europa angesichts der grossen internationalen Konkurrenz wirtschaftlich langfristig mithalten kann. |
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Langfristige Orientierung gibt es nur mit Kompass |
Im Zeitalter der Beliebigkeit und der totalen inhaltlichen Flexibilität wirkt die Erarbeitung eines neuen Parteiprogramms mit einer Perspektive für die nächsten 20 Jahre auf den ersten Blick anachronistisch. Warum sich festlegen? Warum weiter in die Zukunft schauen als bis zum nächsten Wahltermin? Erfolgreich sind derzeit doch oft gerade jene Parteien, die ihre Haltungen und Schwerpunkte nach dem Wind richten, sich den aktuellen Meinungsumfragen anpassen oder Sündenböcke verhöhnen. Warum sich also nicht nur mediengerecht aufs kurzfristig Aktuelle konzentrieren? Weil langfristig nur erfolgreich gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben kann, wer einen gestellten Kompass hat, wer Grundwerte vertritt, die über den Tag hinausreichen. |
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Jetzt können Sie mitbestimmen! |
Plakate, Inserate und Flugblätter kündigen an, dass in einer Woche Regierung und Parlament des Kantons Bern neu gewählt werden. Während sich an nationalen und kommunalen Wahlen fast die Hälfte der Bevölkerung beteiligt, leiden kantonale Wahlen seit vielen Jahren unter einer extrem tiefen Wahlbeteiligung von nur rund 30 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig: Nationale Wahlen bieten über Monate Spektakel und Fernsehpräsenz; Wahlen in den Dörfern und Städten profitieren zumindest vom Bonus der Nähe. Beides fehlt bei Kantonswahlen. Sie seien langweilig, man kenne die meisten Kandidierenden nicht – und überhaupt, mit dem eigenen Alltag habe diese Ebene kaum zu tun, meinen viele. Und bleiben der Urne fern. |
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Mehr Innovation wagen statt verstaubte Mythen pflegen |
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Nationalstolz und nationale Identität werden immer von Mythen geprägt. Die schweizerischen Mythen wurden in den letzten Jahrzehnten kaum hinterfragt – und wer das trotzdem tat, galt rasch als Nestbeschmutzer. Zum angeblichen „Sonderfall Schweiz“ gehörten unter anderem die vollkommene Neutralität, die absolute Unabhängigkeit vom Ausland und das totale Bankgeheimnis. |
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Sicher mit Mass: Ja zum Gegenvorschlag am 7. März 2010 |
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Benjamin Franklin sagte einmal prägnant: „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“ Freiheit und Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden – vielmehr müssen wir immer darauf achten, dass sich beide die Waage halten. Das ist in Zeiten von grossem öffentlichen Alarmismus manchmal schwierig, weil gerade nach krassen Ausschreitungen oder Extremereignissen rasch einfache Lösungen gefordert werden – nicht selten solche, die wenig oder nichts bringen, ausser, dass sie die Freiheit unnötig einschränken und viel Geld kosten. |
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Im totalen Chaos hilft nur internationale Solidarität |
Haiti liegt am Boden. Die Menschen stehen unter Schock, trauern verlorenen Liebsten nach, haben Hunger und Durst. Im mehr oder weniger staatenlosen Chaos ist selbst die Hilfeleistung durch die internationale Gemeinschaft eine enorme Herausforderung. Geld und Hilfspakete allein sind noch lange keine Garantie, dass es den Menschen im Inselstaat besser geht, nicht einmal kurzfristig. Denn vieles gelangt weniger schnell als nötig zu den Betroffenen. Das hat viele Gründe. Der Hafen der Hauptstadt ist zerstört, der Flughafen überlastet, die Strassen voll von Trümmern. So wird vieles, was anderswo einfach scheint, schier zur Unmöglichkeit. Erschwerend kommt die brüchige Sicherheitslage dazu, in einem Land, in dem der Staat nicht viel zu sagen hat und die Menschen, hungrig und verzweifelt, wenig zu verlieren. |
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Zugegeben: In den meisten anderen europäischen Ländern wäre die Abstimmung über die Minarett-Initiative wahrscheinlich gleich ausgefallen wie bei uns in der Schweiz. Unser Volks-Entscheid wird dadurch aber nicht besser. Er zeigt eine grosse Verunsicherung und mangelndes Selbstvertrauen vieler Menschen in Europa gegenüber den Folgen der Globalisierung, gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Die Mehrheit der Stimmenden hat all jene Werte mit Füssen getreten, durch die unser Land stark und reich wurde: Ausgewogenheit, das Einbinden von Minderheiten, die Neutralität, die Glaubens- und Religionsfreiheit, die liberale Grundhaltung gegenüber religiösen und weltanschaulichen Symbolen, die Wahrung der Menschenrechte und vieles mehr. Und vor allem kommt zum Ausdruck, dass wir offenbar nicht mehr an die Überzeugungskraft unserer Lebensart und unserer Werte glauben, sondern zur Kapitulationserklärung des Verbots greifen. |
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Restriktive Kriegsmaterialexportpraxis: Auf Worte müssen Taten folgen |
Nach 1972 und 1997 blieb leider auch die jüngste Initiative für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten chancenlos. Die Ausgangslage für die Waffenexport-Verbotsinitiative war schwierig. In einer Wirtschaftskrise für eine Initiative zu kämpfen, deren Annahme einen Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt bedeutet hätte, ist wenig erfolgsversprechend. Angesichts dessen und angesichts des Erfolgs der Minarett-Initiative, die eher die Gegnerschaft von Exportverboten mobilisiert haben dürfte, ist das Resultat mit gut 30 Prozent Ja-Stimmen respektabel. |
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„Die wollen das doch gar nicht“, höre ich viele Leute in der Debatte ums Stimmrecht 16 sagen. Oder: „Die sind doch mit 16 Jahren noch gar nicht reif, um politisch mitzuentscheiden“. Dem halte ich entgegen: In anderen Bereichen als der Politik muten wir den Jungen viel Verantwortung zu und fordern hohe Leistungsbereitschaft sowie strenge Disziplin ein. Das ist alles richtig. Aber dann ist es ebenso richtig, die junge Generation in die politische Verantwortung einzubinden und sie aktiv mitentscheiden zu lassen. Denn: Nur wer gefragt wird, sucht nach einer Antwort. Nur wer angesprochen wird, fühlt sich auch betroffen. Nur wer erkennt, was die Politik mit seinem eigenen Lebensalltag zu tun hat, engagiert sich. |
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Damaskus, Aleppo, Kairo oder Amman – schon oft streifte ich durch Städte, deren Silhouette von Minaretten geprägt ist, nicht selten auch von nebeneinander stehenden Minaretten und Kirchtürmen. Es sind Reiseerinnerungen, die in der Debatte um die Anti-Minarett-Initiative wieder wach werden. Die Initiative von SVP und evangelikalen Fundamentalisten ist brandgefährlich, brandgefährlich vor allem für die Eckpfeiler unserer Demokratie, etwa die Religionsfreiheit. Ein Bauverbot für Minarette würde die Religionsfreiheit in diskriminierender Weise einschränken, da einzig die Musliminnen und Muslime in der Schweiz davon betroffen wären. Alle anderen Religionsgemeinschaften könnten ihre Bauten dagegen weiter errichten. Wie alle Bauten sind auch Minarette bewilligungspflichtig. Die Bau- und Zonenordnungen sorgen dafür, dass Türme aller Art nur im Rahmen der öffentlichen Ordnung erstellt werden. Das gilt auch für die Minarette. |
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JA zur Volksinitiative "Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten" |
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Letztes Jahr erlebten wir ein Rekordjahr – leider nicht bei der Armutsbekämpfung oder der Friedenförderung, sondern bei den Kriegsmaterialexporten. Kriegsmaterial im Wert von 722 Millionen Franken hat die Schweiz exportiert. Dies entspricht einer Zunahme um 55,4% gegenüber dem Vorjahr. Die Schweiz macht also kräftig mit bei der weltweiten Aufrüstung. Dies nicht genug: Wertmässig am meisten Kriegsmaterial führte die Schweiz nach Pakistan aus, wahrlich nicht gerade ein Hort der Stabilität. Wenn wir die lange Liste der Endempfängerstaaten unseres Kriegsmaterials durchgehen – 72 sind es an der Zahl – müssen wir davon ausgehen, dass Schweizer Waffen weltweit auch in blutigen Konflikten zum Einsatz kommen und kaum in der Ecke stehen bleiben, sondern direkt oder indirekt Menschen töten. Die Schweiz baut auf einer grossen humanitären Tradition auf. Unseren guten Ruf in diesem Zusammenhang gefährden wir jedoch langfristig immer wieder mit fragwürdigen Kriegsmaterialausfuhren in konfliktreiche Regionen wie Pakistan oder den Nahen Osten. |
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Autofreie Visitenkarte für die Hauptstadtregion |
Selbstbewusst traten Stadt und Kanton Bern unlängst vor die Medien und propagierten die Hauptstadtregion Schweiz. Sie skizzierten das Profil einer eigenständigen, kantonsübergreifenden Grossregion mit der Stadt Bern als politischem Zentrum der Schweiz und wichtigstem Standort der grossen Service-Public-Unternehmen und öffentlich-rechtlichen Anstalten. Sie sprachen von der Brückenfunktion zwischen Wirtschaft und Verwaltung und der Sicherung des Zusammenhaltes des Landes. Hätte Sie mehr Zeit gehabt, sie hätten bestimmt auch den Bahnhof Bern erwähnt, nach Zürich der zweitgrösste Knoten im schweizerischen Eisenbahnnetz. Für Bern ist der Bahnhof nicht nur ein Knotenpunkt, sondern das Tor zur Hauptstadt und damit die Visitenkarte einer Grossregion mit Potenzial. |
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Die fetten Jahre sind vorbei... |
…vor allem für die junge Generation: 4.6% Jugendarbeitslosigkeit zeigt das seco-Barometer aktuell an. Das sind fast drei Viertel mehr als im Vorjahr, und ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht. Wir, die Generation der 20- bis 35-Jährigen, sind Krisenkinder: Geprägt haben uns Umweltkrise, Mauerfall, Globalisierungskrise, Lehrstellenkrise, 11. September, Klimakrise, Finanzkrise. |
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Sommerreise durch Georgien |
Meine Sommerreise führt mich dieses Jahr durch ein Land im Umbruch, das letzten August mit Kriegsbildern von russischen und georgischen Panzern, zerstörten Brücken und Wohnhäusern durch die Medien geisterte – durch Georgien. Der Krieg war zum Glück von kurzer Dauer, die EU-Verhandlungen einigermassen erfolgreich, und auf die Kriegshandlungen folgte wieder eine Art kalter Krieg. Heute kann das Land wieder individuell bereist werden, die Leute empfangen uns neugierig und mit unübertrefflicher Gastfreundschaft. Die Suche nach Antworten darauf, wohin Georgien genau aufbrechen wird, erweist sich als wesentlich schwieriger als die Reise durch dieses wunderschöne Land. |
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Iran-Politik der Schweiz: Weshalb schweigt der Bundesrat? |
Die Bilder der blutigen Auseinandersetzungen in den Strassen Teherans und anderen Städten wühlen auf und machen traurig. Die erschreckende Gewalt und Brutalität der Sicherheitskräfte sind erschütternd und erzeugen ein Gefühl der Ohnmacht. Gleichzeitig ist es praktisch unmöglich, die Nachrichten und Bilder, welche zu uns vordringen, aus der Ferne auf Objektivität zu überprüfen. Die Quellen sind meist unbekannt, die Amateuraufnahmen unscharf und verwackelt. Verbreitet werden sie über Facebook, Youtube, Flickr und andere Internetplattformen. Wir wissen nicht, wie selektiv die Bilder sind und müssen aufpassen, dass wir nicht nur das sehen, was wir sehen wollen. Das Kräfteziehen im Iran ist auch ein Medien- und Bilderkrieg, den beide Seiten alimentieren und der mit den neuen Kommunikationsplattformen im Internet eine ungekannte Reichweite hat. Fakt ist, dass wir nicht wirklich wissen, was Fakt ist im Iran – weder bezüglich der Wahlmanipulationen und des effektiven Wahlausgangs, noch bezüglich des Ausmasses der Demonstrationen oder der Stärke der Opposition. |
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«Anpacken statt jammern» war während meiner Kindheit und Jugend ein Wahlslogan der damals stolzen und starken FDP. Heute ist die FDP in Sachen Jammern ganz dick im Geschäft. Landauf landab ist ein Wehklagen über den im September möglicherweise verloren gehenden zweiten Bundesratssitz zu vernehmen. Auch scheut die FDP sich nicht, die für den Zusammenhalt unseres mehrsprachigen Landes so brandgefährliche Frage darüber, wer ein echter Vertreter oder eine echte Vertreterin der Romandie sei, loszutreten. Parteipolitik steht offensichtlich vor dem Verantwortungsbewusstsein für den Zusammenhalt unseres Landes. Statt aufs Jammern würde sich die FDP besser aufs Anpacken besinnen. Will die Partei im Herbst ihren zweiten Sitz halten, dann tut sie gut daran, sich selbstbewusst als Reformpartei in Erinnerung zu rufen. Denn anzupacken gibt es angesichts der riesigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise oder dem drohenden Klimawandel einiges. |
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1989 – 2009: In der Schweiz ist nur die halbe Mauer gefallen |
Vor 20 Jahren spitzte sich in den damals kommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas eine dramatische Entwicklung zu: Ungarn entfernte am 2. Mai 1989 den Zaun an der Grenze zu Österreich. Damit wurde ein Loch in den so genannten Eisernen Vorhang gerissen, der Europa während des Kalten Krieges 40 Jahre lang in zwei Hälften geteilt hatte. Bald darauf wurde die neue löchrige Grenze zum Fluchttor für viele DDR-Bürgerinnen und –Bürger, die in Scharen über Ungarn aus ihrem Land flüchteten. Zusammen mit anwachsenden wochenlangen Massenprotesten gehörte dies zu den Hauptursachen des berühmten Falls der Berliner Mauer am 9. November. Wie wir heute wissen, bedeutete der Mauerfall eine epochale Wende mit radikalen Folgen für die ganze Welt, auch für die Schweiz. |
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Mehr Selbstbewusstsein und Reformwille statt Selbstmitleid |
Ein Aufschrei ging durchs Land. Die kollektive Empörung ebbte in den letzten Wochen nicht mehr ab, über die OECD, die G-20 oder den deutschen Finanzminister. Die teilweise hysterisch geführte Debatte verstellte dabei weitgehend den Blick auf die wesentlichen Fragen und wirklichen Probleme. Aus der Vergangenheit kennen wir dieses Muster nur zu gut: Wenn unser Land von aussen kritisiert wird, sind die Reaktionen kopflos und überhastet, und sofort beginnt der Streit darüber, ob die Kritik nicht zu dreist, zu laut, zu frech dahergekommen sei. Meist wird vor allem über die Form der Kritik geklagt – so erscheint deren Inhalt zweitrangig und kann verdrängt werden. So war es zum Beispiel auch Ende der 90er Jahre in der Diskussion um jüdische Vermögen auf Schweizer Banken. Viele fanden damals, die Schweiz werde ungerecht behandelt – dabei ging es um moralisch höchst fragwürdiges Verhalten gewisser Schweizer Banken. |
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Radikale Verlierer schiessen um sich |
„Winnenden kann überall sein, auch in unseren Städten und Dörfern“, sagte ich in der Waffendebatte des Nationalrates am Montag und meinte damit: Die Verfügbarkeit von Schusswaffen, seien es Armeewaffen oder andere, ist in der Schweiz enorm hoch. Rund 2.3 Millionen Feuerwaffen zählt das private Waffenarsenal – ein permanentes Sicherheitsrisiko. In Kombination mit anderen Faktoren wie den laschen Regeln über so genannte Killergames und gewaltdarstellende Videos kann das geradezu explosiv sein. |
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Abkehr von der Masslosigkeit |
Dieser Tage geistert eine Besorgnis erregende Meldung durch die Medien: Der Klimawandel ist in den Jahren 2000 bis 2007 weitaus schneller vorangeschritten als bisher prognostiziert. Die CO2-Emissionen sind durchschnittlich um 3,5 Prozent pro Jahr gestiegen. Das ist dreimal so schnell wie in den Jahren 1990 bis 1999, sagen Forscher des Weltklimarates IPCC. Dies hat viel mit einem anderen Thema zu tun, das derzeit die Schlagzeilen dominiert: mit der Finanzmarktkrise und ihren Folgen. Beide Übel haben denselben Ursprung: Gier und Masslosigkeit. Auf der einen Seite die masslose Verschwendung endlicher Ressourcen wie etwa Erdöl zur Deckung unserer grenzenlosen Gier nach Luxus und Mobilität. Auf der anderen Seite die Gier von Aktionären, Anlegern und Bankern nach masslosen Gewinnen auf Kosten der Allgemeinheit. |
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Die Zeit der europapolitischen Tabus beenden |
Das klare Ja zur Personenfreizügigkeit liess weitherum aufatmen und Erleichterung machte sich breit. Erleichterung über den unmissverständlichen Volksauftrag zur Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit; Erleichterung aber auch darüber, dass selbst in der Krise und trotz der rabenschwarzen Angstmache der Intellekt über die Emotion gesiegt hat, die Vernunft über die Irrationalität der meisten gegnerischen Argumente. |
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Wer zu spät kommt, den bestraft die Zukunft |
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Vor 20 Jahren krachten die staatsgläubigen kommunistischen Regimes in Osteuropa in sich zusammen. Ihre Allmachtsphantasien und realitätsfernen Dogmen erwiesen sich als Seifenblasen der Geschichte. Seit einigen Monaten stürzt ein anderes Dogma von seinen tönernen Füssen: jenes der selbst heilenden Kräfte unregulierter Märkte. Täglich wird uns das reale Versagen vieler unlängst noch selbstgefälliger Marktakteure wie Banken, Finanzinstitute oder der Automobilbranche vor Augen geführt. Zu wenige Regeln sind für die Volkswirtschaft ganz offensichtlich ebenso schädlich wie zu viele Regeln. Die Wut auf die verantwortungslosen und selbstsüchtigen Abzocker der letzten Jahrzehnte ist riesig. Auch meine Wut. Nur bringt uns Wut nicht weiter. |
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Private Schutzraumbaupflicht: Schneiden wir den alten Zopf ab! |
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Das Konzept der flächendeckenden Schutzbauten stammt aus dem Kalten Krieg. Damals wollte sich die Schweiz gegen die atomare Bedrohung wappnen. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. |
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Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht? |
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Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks von 1989/90 gestalteten die meisten Länder Europas ihre Sicherheitspolitik neu. Die Ausrichtung auf die neuen Risiken einer globalisierten Welt führten zu einem tiefgreifenden Strukturwandel: Viele Länder bauten ihre Wehrpflichtarmee um zur Freiwilligenarmee |
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Armee in der Krise: Jetzt braucht es grundlegende Reformen |
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Die Krise der Armee liegt tiefer als öffentlich diskutierte Probleme um die Logistik, die Führungsschwäche und die Affäre Nef. Bedrohungsanalyse und Auftrag der Armee sind unscharf geworden, weil der Bundesrat aus falscher politischer Rücksichtnahme weiterhin rückwärtsgewandte, an einem veralteten Bedrohungsbild orientierte Landesverteidigungsmodelle bedient. |
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Energieforschung: der Boden unserer Energiezukunft |
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Erneuerbar statt atomar. Das darf kein Schlagwort bleiben. Wenn wir die dringend notwendige Energiewende voranbringen wollen, brauchen wir heute nicht nur die entsprechenden politischen Weichenstellungen, sondern auch qualitativ hochstehende Forschungsgrundlagen. |
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Jobchancen dank Bildungsoffensive und Personenfreizügigkeit |
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Die Personenfreizügigkeit steht unter anderem auch für Bildungsfreiheit, Jobchancen und bessere Zukunftsperspektiven. Rund 400‘000 Schweizerinnen und Schweizer studieren, arbeiten oder wohnen in der EU. |
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Votum zum Beitritt zur Aussengrenzagentur FRONTEX |
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Die SP-Fraktion ist für Eintreten auf die Vorlage. In der Vernehmlassung waren wir die einzige Partei, die kritische Fragen gestellt hatte. Aber wir sind nicht zu haben für eine Fundamentalopposition, denn das bringt wenig. |
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Kommentar zur Kürzung der Wohnbauförderung: Ein Bärendienst |
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Die Mietkosten sind in den Haushaltsbudgets der weitaus grösste Posten. Immer öfters sehen sich aber Mietende mit Wohnkosten konfrontiert, die sie im Verhältnis zum Einkommen zu stark belasten. Mieten sollen nicht zur Armutsfalle werden. |
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Unabhängigkeitserklärung von Kosovo: Stellungnahme der SP Schweiz |
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„Die politischen Realitäten im Kosovo lassen der Schweiz keine andere Wahl: Die Schweiz wird den Kosovo – zusammen mit ihren politischen Partnern aus der EU – formell anerkennen, die Frage ist nur wann“, erklärt Nationalrätin Evi Allemann. Nach Ansicht der SP soll die Schweiz den Staat Kosovo im Gleichschritt mit der EU anerkennen. |
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Fairer Handel ist Voraussetzung für eine friedlichere und gerechtere Welt |
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Die Weltwirtschaft wächst beeindruckend schnell, aber längst nicht alle profitieren davon. Die Hälfte der Weltbevölkerung verdient weniger als zwei Dollar pro Tag. Über 12 Millionen Menschen leben und arbeiten unter sklavenähnlichen Bedingungen. Und 200 Millionen Kinder arbeiten statt zur Schule zu gehen. Das muss sich ändern. |
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Die Entwicklungen im Kosovo betreffen uns in der Schweiz ganz direkt |
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Rund 10 % aller Kosovo-Albanerinnen und -Albaner leben bei uns in der Schweiz – das sind mehr als im Kosovo in der Hauptstadt Priština leben. Was auf dem westlichen Balkan und speziell im Kosovo geschieht, hat deshalb stets eine ganz direkte Rückwirkung auf die Situation bei uns in der Schweiz. |
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Am vergangenen Sonntag ging vielerorts die Freibad-Saison zu Ende. Die Erinnerungen an die Saison 07 sind durchzogen: Das Wetter spielte verrückt, der Sommer schien nie so recht in Fahrt zu kommen. Die Badesaison forderte leider auch zahlreiche Menschenopfer. Natürlich sind Badeunfälle nie ganz auszuschliessen. Doch sicher ist, dass die grösste Gefährdung im und am Wasser für jene Menschen besteht, die nicht schwimmen können. |
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Ein klimafreundliches Verkehrssystem fördern |
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Mobilität ist ein menschliches Bedürfnis und Bedingung einer global funktionierenden Wirtschaft. Mit Mobilität sind aber auch negative Erscheinungen verbunden: Lärm, Luft- und Klimabelastung sowie Ressourcen- und Landverbrauch. Kommt dazu, dass Prognosen ein weiteres Verkehrswachstum vorhersagen. |
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Sanfte Mobilität - auch im Nordquartier |
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Der Klimawandel bedroht unsere Zukunft und die unserer Kinder. Er ist nicht nur eine Gefahr für Mensch und Umwelt, sondern gefährdet auch die Wirtschaft und damit unsere Arbeitsplätze. Zudem ist der Klimawandel ein globales Sicherheitsrisiko und bedroht die Stabilität und das friedliche Zusammenleben. Deshalb dürfen wir uns nicht taten- und verantwortungslos zurücklehnen. |
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Jugendgewalt: Hinschauen, früh eingreifen und entschlossen Grenzen setzen |
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Form und Intensität jüngster Jugendgewalt haben die Öffentlichkeit schockiert. Der Ruf nach entschlossenem Handeln gegen Gewaltexzesse ist laut. Wir brauchen eine Politik, welche die Jugendgewalt nachhaltig eindämmt und zwei bislang oft getrennte Handlungsebenen vereint: die kurzfristige Intervention und die langfristige Ursachenbekämpfung. Eine Kultur des Hinschauens, klare Grenzen und soziale Integrationsmassnahmen zur Gewaltprävention müssen sich geschickt ineinander verweben. |
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Ein schlagkräftiger Verband mit politischem Profil |
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Zum ersten Mal habe ich seit meinem Amtsantritt im Oktober 2006 die Gelegenheit, mich in dieser Form an Sie zu wenden. Mit Freude nahm ich die Herausforderung an der Spitze eines rund 16’300 Mitglieder starken Verbandes an, um die Wohn-Politik des Kantons Bern in den nächsten Jahren mitzuprägen. |
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Stimmrechtsalter 16: Wollen die das überhaupt? |
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"Sie wollen das doch gar nicht", höre ich in der Debatte ums Stimmrecht 16 von älteren Leuten immer wieder. Oder: „Die sind doch mit 16 noch nicht reif, um politisch mitzuentscheiden“. Aber hallo, sag ich da: in anderen Bereichen muten wir den Jungen viel Verantwortung zu, fordern von ihnen, dass sie gesellschaftlich Verantwortung übernehmen, dass sie mehr Disziplin und Leistungsbereitschaft an den Tag legen. |
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Kommentar zur Weiterf?hrung der Pressef?rderung |
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In der Frühjahrssession wird der Nationalrat über die Weiterführung der Presseförderung entscheiden. Für den Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverband (SMV) ist der Ausgang der Debatte von entscheidender Bedeutung. Denn: Im Falle einer Abkehr von der Presseförderung fällt für den SMV die finanzielle Unterstützung für den Versand der jährlich neun Ausgaben der Mitgliederzeitschrift „Mieten&Wohnen“ weg. Das bedeutet, dass in der Verbandskasse jährlich rund 200'000 Franken fehlen würden. |
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Stillstand in der kantonalen Wohnbauförderung beendet |
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Der Kanton Bern will nach einem mehrjährigen Stopp wieder in die Wohnbauförderung einsteigen. Dies ist das Ergebnis einer Debatte im bernischen Kantonsparlament über den Wohnstandort Kanton Bern und die Förderung des preisgünstigen Wohnungsbaus. Auslöser der Debatte war die Initiative „Günstig wohnen“ des Mieterinnen- und Mieterverband Kanton Bern (MVB). |
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Ein Kampfjet vom Typ F/A 18 rollt über die Startbahn des Flugplatzes
Meiringen und hebt mit Dröhnen ab. Der Lärm ist ohrenbetäubend. Wer das
je miterlebt hat, versteht die Forderung nach Lärmschutzmassnahmen
bestens. Umso unverständlicher ist die ideologische Sturheit der SVP,
mit welcher sie im Parlament sowohl die Volksinitiative «gegen
Kampfjetlärm in Tourismusgebieten» als auch einen vernünftigen
Kompromiss in Form eines indirekten Gegenvorschlags abgelehnt hat.
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Erfolg für eine gezielte Wohnbauförderung |
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Als Präsidentin des
MieterInnenverbandes Kanton Bern zog Evi Allemann in diesen Tagen im
Hintergrund an den Lobbyfäden. Mit Erfolg: Nach einer kontroversen
Debatte über den Wohnstandort Kanton Bern und die Förderung des
preisgünstigen Wohnungsbaus stimmte eine knappe Mehrheit des Grossen
Rates am 1. Februar 2007 dem indirekten Gegenvorschlag des
Regierungsrates zur Initiative „Günstig wohnen“ zu.
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Nein zum Flughafenausbau mit Steuermillionen |
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Für Kinderkrippen
oder Postautolinien kämpfen wir um jeden Franken. Nun soll für die
Finanzierung des privaten Flughafens Bern-Belp leichtfertig der
Steuertopf geöffnet werden. Das dürfen wir nicht zulassen.
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Abstimmung über das Osthilfegesetz |
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Der osteuropäische
Reformprozess ist eine Erfolgsgeschichte. Davon profitiert auch die
Schweiz sehr nachhaltig. Aber nur wenn es gelingt, die
Lebensverhältnisse einigermassen anzugleichen, sind Frieden und
Stabilität in Europa langfristig gesichert.
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NEIN zu destruktiven und kostspieligen Scheinlösungen: NEIN zum Asyl- und Ausländergesetz |
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Das neue Asylgesetz bricht mit der humanitären Tradition der Schweiz
und wird nach einer allfälligen Annahme dazu führen, dass Menschen in
den sicheren Tod geschickt werden. Statt zu Missbrauchsbekämpfung und
Schutz der echten Flüchtlinge führt es zu Unmenschlichkeit und teuren
Scheinlösungen.
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Nein zu Steuermillionen für den Flughafenausbau |
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Der Kanton Bern
will die private Flughafenanlage auf dem Belpmoos mit 3 Millionen
Franken aus dem Steuertopf subventionieren. Die Unterstützung eines
unrentablen privaten Flughafens mit Staatsgeldern ist
volkswirtschaftlich nicht nachhaltig, führt zu mehr Lärm und weniger
Lebensqualität in der Region Bern und setzt die falschen Akzente in der
Tourismusförderung.
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Globale Umweltpolitik muss mit und nicht gegen die Frauen gestaltet werden |
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Umweltpolitik geht alle etwas an: Mann und Frau, Jung und Alt, Europa,
Asien oder Amerika. Eine kohärente globale Umweltpolitik muss alle mit
in die Verantwortung nehmen. Aber Politik ist nicht geschlechtsneutral,
auch Umweltpolitik nicht.
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Das Monster meiner Kindheit ist tot |
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Mit seinem zerstörerischen
Nationalismus und seiner Vision eines «Grossserbiens» war er eine der
treibenden Kräfte für den Grossbrand auf dem Balkan in den 90er Jahren.
Über 200'000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Nun ist Slobodan
Milosevic tot
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Mehr Bewegung für unsere Sitzgesellschaft |
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Seit nun bald zwanzig
Jahren sind die Kantone verpflichtet, das Berufsschulturnen für alle
Berufsschülerinnen und Berufsschüler als Obligatorium umzusetzen.
Leider sind wir im Kanton Bern noch weit weg von einem flächendeckenden
Sportangebot an den Berufsschulen.
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Ein JA zum öffentlichen Verkehr und attraktiven Bahnhöfen |
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Wenn
wir wollen, dass die Bahnhöfe als Dienstleistungszentren gegen die
Tankstellenshops bestehen können, wenn wir Arbeitsplätze bewahren und
den veränderten Lebensumständen allein erziehender
Vollzeitbeschäftigter gerecht werden möchten, müssen wir JA sagen zum
Sonntagsverkauf in Bahnhöfen. Weitere Liberalisierungen in diese
Richtung können wir danach umso überzeugter bekämpfen.
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Aus dem Hochwasser die richtigen Konsequenzen ziehen |
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Umweltkatastrophen wird es auch in Zukunft immer wieder geben. Die
Herausforderung liegt darin, die Auswirkungen von Naturereignissen
möglichst gering zu halten und das Gefahrenpotenzial durch geeignete
Massnahmen zu senken.
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Ja zur Ausdehnung der Personenfreizügigkeit: Erweitern Sie am 25. September Ihre Möglichke |
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Die Europäische Union ist eine Realität; die Erweiterung der Union um
10 neue Mitgliedstaaten seit dem 1. Mai 2004 ein Fakt. Will auch die
Schweiz an der dynamischen Entwicklung im Osten Europas teilhaben und
wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell davon profitieren,
müssen wir unsere Beziehungen mit der EU heute erweitern.
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Am 5. Juni hat die Schweizer
Stimmbevölkerung die Gelegenheit, mit einem Ja zur Teilnahme an
Schengen/Dublin zwei wichtige Schritte für die Schweiz als
Wirtschaftsstandort und Tourismusland zu nehmen
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Der neue Bahnhofsplatz als Visitenkarte der Stadt Bern |
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Eine
zukunftsweisende Stadtplanung muss auf Lebensqualität,
Verkehrsberuhigung, autofreie Innenstädte und nachhaltige Mobilität
setzen. Genau dies tut das Projekt "Neuer Bahnhofplatz Bern", über
welches die Berner Stimmbevölkerung am 5. Juni 2005 entscheiden wird.
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Wie ist „die Jugend“ des beginnenden
21. Jahrhunderts? Was bewegt sie und ist sie tatsächlich so
unpolitisch, wie stets behauptet?
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Nach der politischen Wende 1989 drangen
aus den Transformationsländern Osteuropas in der Regel ausschliesslich
Horrormeldungen zu uns. Mit dem Beitritt der acht ehemaligen
Ostblockstaaten sind diese Schreckensbilder weitgehend verschwunden.
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Kiffer-Politik: Nationalrat hat kläglich versagt - Jetzt muss das Volk sprechen |
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In der Sommersession hat sich der Nationalrat geweigert, über die
Cannabis-Frage zu diskutieren. Jetzt wird eine Volksinitiative lanciert.
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Einheimische Einbürgern - JA zur erleichterten Einbürgerung |
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Am
26. September 2004 kommen zwei Verfassungsvorlagen vors Volk, welche
die erleichterte Einbürgerung von ausländischen Mitbürgerinnen und
Mitbürgern der zweiten und dritten Generation vorsehen.
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Die UN-Kinderrechtskonvention, welche den
Einsatz von Kindersoldaten verbietet, muss ernst genommen und
tatsächlich umgesetzt werden. Und die Staatengemeinschaft muss alles
daran setzen, Kriegsgründe im frühest möglichen Stadium zu erkennen und
zu bekämpfen, bevor ewige Krisenherde entstehen.
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Evi Allemann am Generationentisch |
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Als Vertreterin der jungen
Generation diskutiert Evi Allemann zusammen mit Lilian Uchtenhagen und
Christine Beerli am Generationetisch über den Mutterschaftsurlaub
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JA zum Mutterschaftsurlaub! |
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Ein Mutterschaftsurlaub unterstützt
vorab Familien in schwierigen finanziellen Verhältnissen, die auf die
Einkommen von Frau und Mann angewiesen sind
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Feiern wir den 12. September |
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Am 12. September 1848 wurde unsere
Bundesverfassung in Kraft gesetzt und damit die demokratische Schweiz
geschaffen, wie wir sie heute kennen. Der 1. August ist dagegen ein
willkürliches Phantasiedatum.
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Vorschau auf die Sommersession |
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Schwerpunkte der kommenden
Sommersession werden unter Anderem die Cannabislegaliserung, die
Verwendung des Nationalbankgoldes sowie das neue Ausländergesetz sein.
In der Berner Rundschau nimmt Evi Allemann zu diesen Themen Stellung.
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Am 16. Mai stimmen wir über das Steuerpaket ab. Die Folgen einer Annahme wären für die junge Generation verheerend.
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Die Schweiz gestalten statt verwalten |
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Die prickelnde Frage ist
nicht, ob die SP innerhalb oder ausserhalb der Regierung steht, sondern
was sie innerhalb und ausserhalb der Regierung bewegen kann. Nicht das
kurzfristige Alles oder Nichts sollte uns beschäftigen, sondern die
langfristige Perspektive nach dem Wie und Wohin.
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Besserer öffentlicher Verkehr nützt auch den Autofahrenden |
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Das
wuchtige Nein zur Avanti-Vorlage war vorab ein Nein zu milliardenteuren
neuen Strassen und zu zusätzlichem Verkehr. Die Stimmbürgerinnen und
Stimmbürger bekräftigten ihre Zustimmung zu einer nachhaltigen
Verkehrspolitik. Diese investiert in den öffentlichen Verkehr. Was
bleibt jetzt zu tun?
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Die 11. AHV-Revision: Ein Vorbote der politischen Eiszeit |
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Die
11. AHV-Revision ist ein Affront gegenüber den Frauen und der jungen
Generation: Der bürgerliche Frontalangriff auf die Solidarität zwischen
den Generationen, den Geschlechtern und den sozialen Schichten darf
nicht Realität werden.
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Dringende Reformen anpacken |
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Evi Allemann äussert sich im Kundenheft der Mepha Pharma zur Gesundheitspolitik.
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Kein Morgenrot am Lehrstellenhimmel |
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Unter diesem Titel äussert sich Evi im Magazin der Gewerkschaft VPOD zum Lehrstellenmangel.
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Der Anfang vom Ende der kleinen Eiszeit |
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Die Bundesratswahlen
haben in der Schweiz eine politische Eiszeit ausgelöst: Frauen,
Menschen unter 60 Jahren und fortschrittliche Kräfte sind nur noch in
Spurenelementen in der Regierung vertreten. Übervertreten ist dafür die
Koalition der Polterer, Populisten und Patriarchen. Wer sich daran
stört, muss jetzt aufstehen und politisch aktiv werden.
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Bevor die Herren Blocher und Merz am 10.Dezember in den Bundesrat gewählt wurden,
äusserte sich Evi im elektronischen Pressedienst der SP zu diesen richtungsweisenden Wahlen
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