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Motion "Weiterbeschäftigung für Lernende in bundesnahen Betrieben"

Der Bundesrat wird aufgefordert, durch Anpassung der strategischen Ziele und weiterer Führungsinstrumente darauf hinzuwirken, dass Jugendliche nach Abschluss der Lehre in den bundesnahen Betrieben (Post, SBB, Swisscom, Skyguide, SRG, Ruag) der jeweiligen Situation entsprechend angemessen befristet weiterbeschäftigt werden und in diesem Zeitraum bei der Suche nach einer Festanstellung unterstützt werden. Diese Anstellungen dürfen nicht zu Lasten des bisherigen Lehrstellenplanes erfolgen. Wo vorhanden wird der Bundesvertretung im jeweiligen Verwaltungsrat der Auftrag erteilt, die Umsetzung dieser Massnahme wirkungsvoll zu unterstützen.

Begründung:

Im Monat März 2009 betrug die Arbeitslosenquote in der Alterskategorie der 20- bis 24-jährigen 5.1 Prozent. Nach den Lehrabschlussprüfungen im Sommer 2009 dürfte diese Zahl weiter ansteigen. Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger ohne Anschlusslösung im Lehrbetrieb drängen zusätzlich auf den Stellenmarkt. Für eine grosse Zahl von Jugendlichen drohen nach der Lehre anstelle erster Berufserfahrungen als leistungsbereite und vollwertige Arbeitskräfte Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit und Perspektivenlosigkeit, aber auch der Verlust von Leistungsmotivation und die Gewöhnung an materielle Unterstützung durch die öffentliche Hand.

Durch die genannte Massnahme sollen die bundesnahen Betriebe bei der Begrenzung des individuellen und namentlich auch des volkswirtschaftlichen Langzeitschadens von Jugendarbeitslosigkeit mitwirken.

Diese Motion wurde am 29.4.2009 eingereicht.